Offene Standards
Offene Standards ermöglichen es, alle möglichen Arten von Daten frei und ohne Veränderungen mit anderen zu teilen. Sie verhindern eine Herstellerabhängigkeit und andere künstliche Barrieren gegen Interoperabilität. Des Weiteren fördern sie die Auswahl zwischen Anbietern und technischen Lösungen. Die Arbeit der FSFE an Offenen Standards hat zum Ziel, den Menschen einen Wechsel zu Freier Software oder zwischen verschiedenen Software-Lösungen, die auf Freier Software basieren, zu erleichtern.
Einleitung
Die Relevanz Offener Standards ist eng verknüpft mit Netzwerkeffekten und erhöht sich somit stetig in dramatischem Ausmaß. Der Gewinn im Spiel um das System steigt für proprietäre Hersteller ebenso an, wie die Softwarekosten für die Nutzer.
Regierungen und NGOs, die öffentliche Interessen vertreten, darunter auch Gruppen, die sich für freien Wettbewerb oder Verbraucherrechte einsetzen, sind im Allgemeinen starke Befürworter Offener Standards. Typische Kritiker sind Hersteller proprietärer Software und ihre Interessenvertreter. Der Konflikt zwischen Innovation und Standardisierung ist ein Punkt, den diese Kritiker gerne hervorheben.
Eine Standardisierung schränkt ganz bewusst Änderungen - auch Innovationen - einer technologischen Basis ein. Diese Einschränkungen werden getroffen, um nachfolgend Innovationen jedem zu ermöglichen, dem der Standard zugänglich ist, und nicht nur der Partei, die die technologische Basis kontrolliert. So beschränken Standards zwar die Innovationsmöglichkeiten einzelner Parteien um sie andererseits für mehrere Parteien zu ermöglichen.
Offene Standards erlauben allen Parteien solch eine Innovation, ohne den ursprünglichen Entwicklern der Plattform die Möglichkeit zu geben, eine solche Innovation oder den Wettbewerb, den sie darstellt, einzuschränken.
Die Ziele der FSFE beinhalten die Freiheit vor Herstellerabhängigkeit, von Innovation und Wettbewerb für alle. Aus diesem Grund ist die FSFE ein starker Unterstützer Offener Standards.
Veröffentlichungen
- "Eine Analyse der Abwägung zwischen Standards und Patenten"
von Georg Greve - "EIFv2: Dem Verlust der Interoperabilität auf
der Spur"
von Karsten Gerloff und Hugo Roy
Veröffentlichungen im Rahmen des IGF
- "Souveräne Software: Offene Standards, Freie Software und das Internet"
Beitrag der FSFE zum ersten IGF, von Georg Greve
Veröffentlichungen zu MS-OOXML
- Sechs Fragen an die nationalen Standardisierungsgremien
- FSFE Context Briefing: "Kompatibilitätsprobleme mit MS-OOXML"
- FSFE Context Briefing: "DIS-29500 Normenentwurf noch vor seinem Einsatz veraltet?"
- Article on BBC: "Fragen an Microsoft zu offenen Formaten"
- Article on Heise.de: "Der Konverter-Scherz"
Verwandte Themen
- 2010-03-24: Radiosender für Offene Standards ausgezeichnet
- 2010-03-02: Document Freedom Day 2010
- 2009-11-27: FSFE: Europäische Kommission gibt unter dem Druck proprietärer Lobbyisten bei Interoperabilität nach
- 2009-11-09: FSFE zieht in die Schlacht für Europäische Interoperabilität
- 2009-03-25: Today is DFD ‘09, global day for document liberation
- 2008-04-02: FSFE concerned about quality of standardisation process
- 2008-03-26: 26 March 2008: Today is Document Freedom Day
- 2008-03-26: Auswärtiges Amt für Einsatz offener Standards ausgezeichnet
- 2008-03-06: Petition calls for Open Standards in the European Parliament
- 2008-02-28: FSFE calls on Microsoft to release interoperability information without restrictions
- 2008-02-20: Introducing Document Freedom Day - 26 March: A global day for document liberation
- 2006-07-12: Commission to Microsoft: Preventing interoperability has a price
- 2006-04-27: Samba and FSFE: "Microsoft - obstacle to innovation in the digital society!"
interessante Externe Links
- Document Freedom Day
- ODF Alliance
- PDFreaders.org
- Play Ogg!
- "Open Documents and Democracy" von Laura de Nardis und Eric Tam vom Yale Information Society Project
- "An Economic Basis for Open Standards" von Rishab A. Ghosh
- "An emerging understanding of Open Standards" von Georg Greve


