Liebe Betreiber von CopyPolice.de,
ich habe gelesen,
daß Ihr böse wart: Ihr habt mehrfach „geistiges
Eigentum“ [1] von Heise.de und anderen „geklaut“ [1] – und
noch nich mal den Namen von Heise dazu geschrieben! - Das ist nich
nett! Da ihr offenbar nich wisst, wie das so geht mit dem legalen und
illegalen Kopieren, will ich es Euch nochmal erklären:
Also das ist so: Es gibt Inhalte, die
darf man nich kopieren (Ihr würdet wohl „klauen“ oder
„raubkopieren“ sagen). Dazu gehört eben auch Heise.de. Und
weil ihr das jetzt falsch gemacht habt, haut Heise Euch jetzt
hoffentlich auch kräftig mit dem Knüppel auf die Finger,
den Ihr selbst vom Gesetzgeber verlangt habt: D.h. Ihr müsst
jetzt bis zu drei
Jahre eingesperrt werden! - Ist zwar hart,
aber gerecht! (so heißt das doch bei Euch, gell??).
Übrigens: Wisst Ihr eigentlich, daß Ihr Glück habt?
Ja – denn hier in Europa dürfen „Raubpiraten“ [1] wie Ihr
ihre Hände auch nach ihrem gewissenlosen Treiben noch behalten!
Und es gibt Inhalte, die darf man nich
nur kopieren, die soll man sogar kopieren, ja, denn die, die
das geschrieben haben (die „Besitzer des geistigen Eigentums“),
die sind der Meinung, daß man sein eigenes Wissen auch anderen
zur Verfügung stellen soll. Dazu gehört zum Beispiel die
Musik von freedb.org oder Freie
Software – Also alles, was einem die Freiheit dazu läßt,
darf man benutzen, verändern, kopieren und weitergeben. So wie
diesen Text hier – den dürft Ihr an AAAlle Eure Knastbrüder
weitergeben – denn schließlich wollen wir ja das Freie Wissen
verbreiten (aber immer schön die Quellen angeben, sonst gibt’s
von uns auf die Finger, gell!) .
Und wenn Ihr dann 2010 wieder in die
Gesellschaft eingegliedert werdet, seid ihr wieder alle hübsch
brav und kopiert nur noch Sachen, die man auch kopieren darf,
gell??!!
viele Grüße von 'draußen'!
Euer JJ
[1] ich mag Begriff wie „geistiges
Eigentum“ nicht, denn er handelt von einem undurchsichtigen Wust
aus Urheberrecht, Softwarepatenten und Warenzeichen. Außerdem
„Eigentum“ kann ich „klauen“ - Wissen aber läßt
sich nicht stehlen, sondern allenfalls „vermehren“. Und „Piraten“
sind Räuber und Mörder, die in der Tat hart bestraft
werden müssen. Jemanden, der proprietäres Wissen vermehrt,
möchte ich nicht auf die gleiche Stufe mit Räubern und
Mördern stellen - auch wenn mir dieser Mensch ähnlich
unsympathisch wie ein Gewalttäter ist. Aber ich möchte mich
doch gerne Eurer Sprache bedienen, damit Ihr mich wenigstens
versteht, denn Euer Verständnis scheint begrenzt, sobald es um
Eure Pflichten geht, gell....